31
Jan
2007

HERKULES

Die Kindheit von Herkules

Schon als Neugeborener gab der Göttersohn eine Probe seiner überirdischen Heldenkraft. Hera nämlich, die Gemahlin des Zeus, war eifersüchtig und schickte zwei furchtbare Schlangen aus, das Neugeborene in der Wiege zu töten. Ohne dass die Wärterinnen, die im Schlafgemach wachten, es bemerkten, ringelten sich die Untiere an der Wiege empor und legten sich um des Knaben Hals, ihn zu erwürgen.

Herkules schrie auf und griff nach ihnen. Dabei zeigte er die ungeheure Körperkraft, die seine göttliche Abstammung ihm verliehen hatte: mit jeder seiner kleinen Hände ergriff er eine Schlange und drückte beiden zugleich so mächtig den Hals zusammen, dass sie ersticken mussten. Die Dienerinnen, die herbeigestürzt kamen, standen starr und furchtsam da und wagten nicht näherzutreten. Alkmene, die Mutter , war bei dem Schrei des Kindes erwacht und sprang an die Wiege. Amphitryon selbst stürzte, das bloße Schwert in der Faust, ins Schlafgemach. Aber das Kind hatte sich bereits selbst geholfen; die Schlangen lagen, von seinen Händen erwürgt, tot am Boden.

Herkules genoß am Hofe seines Vaters eine gute Erziehung. Er erhielt eine Ausbildung im Wagenlenken, Bogenschießen, Fechten, Faustkampf, Ringen, Gesang und in allen Wissenschaften. Linos, der Sohn des Apollon, lehrte ihn Lesen und Schreiben. Doch während eines Streits mit dem Lehrer erschlug Herkules diesen unabsichtlich, denn er war sehr jähzornig. Deshalb schickte Amphitryon ihn zu den Hirten aufs Land um dort seine Kräfte zu erproben. Bald wurde Herkules zum stärksten Mann in der ganzen Gegend. Er fällte die Entscheidung in seinem Leben nach Tugend und Ehrbarkeit zu streben. Er machte sich bei seinen Mitbürgern beliebt, indem er sie gegen Geldeintreiber des Nachbarkönigs verteidigte. Der König Kreon gab ihm als Dank dafür seine Tochter zur Frau. Auch die Götter beschenkten ihn: Hermes (der Götterbote ) schenkte ihm ein Schwert, Hephaistos einen goldenen Köcher, Apollon Pfeile und Athene schenkte ihm einen Waffenrock. Auch den Göttern half Herkules, denn diese benötigten Hilfe im Kampf gegen die Giganten (ein den Göttern verhaßtes Geschlecht ). Zeus gab allen Mitkämpfenden den Titel "die Olympischen". So wird Herkules schon früh göttlicher Ruhm zu teil.

Da Herkules nicht Alkmenes erstgeborener Sohn war, wurde nicht er König, sondern sein älterer Stiefbruder Eurystheus. Dieser fordert später von ihm folgende zwölf Aufgaben, mit denen Herkules bekannt geworden ist."



Die zwölf Aufgaben des Herkules
  • Der Nemeische Löwe
Herakles wurde nach Nemea geschickt, um ein Löwenungeheuer zu töten, dessen Fell unverwundbar war. Der Heros fertigte eine riesige Keule, mit der er auf den Löwen einschlug, bevor er ihn erwürgte und sein Fell mit dessen eigenen Klauen zerriß. Dann zog sich Herakles selbst das Löwenfell über und wurde unverwundbar.
  • Die Lernäische Hydra
Der Held mußte diese neunköpfige Wasserschlange töten, die in einem Sumpf bei Lerna hauste; doch jedesmal, wenn Herakles ihr einen Kopf abschlug, wuchsen an dessen Stelle zwei neue. Außerdem hatte Hera der Hydra einen großen Krebs als Hilfe geschickt, den Herakles jedoch mit einem Fuß zerquetschte. Herakles bekam Hilfe von Ioalos (dem Sohn seines Halbbruders Iphikles), der jeden enthaupteten Hals mit einer brennenden Fackel verätzte, so daß keine neuen Köpfe mehr nachwachsen konnten. Herakles tauchte seine Pfeile in das Blut des Ungeheuers, wodurch sie tödliche Wirkung erhielten.
  • Die Keryneische Hirschkuh
Dieses Tier mit ehernen Hufen und Hörnern aus Gold lebte auf dem Berg Kerynea und war die heilige Hindin der Artemis: Herakles mußte sie unverletzt einfangen, um nicht den Zorn der Artemis auf sich zu ziehen. Nachdem er das Tier ein Jahr lang verfolgt hatte, fügte er ihm eine Wunde zu und brachte es Eurystheus, den er für die Verletzung verantwortlich machte. So entging er dem Zorn der Artemis.
  • Der Erymanthische Eber
Ein riesiger Eber wütete im Gebiet um den Berg Erymanthos, und Herakles erhielt den Auftrag, ihn lebend dem König zu bringen. Unterwegs besiegte er Kentauren in einer Schlacht. Schließlich kehrte er mit dem Eber zurück, der jedoch den König so in Schrecken versetzte, daß er sich in ein Faß verkroch.
  • Die Ställe des Augias
Augias, Sohn des Helios, besaß große Viehherden. Sie wurden in Ställen gehalten, die niemals gesäubert wurden und mit dem Mist von vielen Jahren angefüllt waren. Herakles hatte die undankbare Aufgabe, die Ställe in einem Tag zu säubern. Dies gelang ihm, indem die Flüsse Alpheios und Peneios durch die Ställe leitete.
  • Die Stymphalischen Vögel
Der See Stymphalos in Arkadien war die Heimstatt der menschenfressenden Raubvögel mit ehernen Schnäbeln, Krallen und Flügeln. Herakles hatte den Befehl, sie zu verscheuchen. Er schreckte die Vögel von den Bäumen auf, indem er eine eherne Klapper schlug und sie sodann mit seinem Bogen erschoß.
  • Der Kretische Stier
Auf der Insel Kreta lief ein riesiger Stier frei herum und versetzte die Bewohner in Angst und Schrecken. Auf Befehl des Eurystheos fing Herakles ihn ein und brachte ihn lebend nach Tiryns zurück.
  • Die Stuten des Diomedes
Herakles mußte Eurystheos eine Roßherde des Thrakiers Diomedes bringen, der die Tiere mit Menschenfleisch fütterte. Herakles tötete ihn und warf ihn seinen Rossen zum Fraße vor. Von diesem Augenblick an waren die Tiere zahm, und Herakles konnte sie dem Eurystheos bringen.
  • Der Gürtel der Hippolyte
Hippolyte, die Königin der kriegerischen Amazonen Kleinasiens, besaß einen schönen Gürtel, der den Neid der Tochter des Eurystheos erregte. Herakles schlug die Amazonen, tötete Hippolyte und nahm ihr den Gürtel ab.
  • Das Vieh des Geryon
Geryon, ein dreibleibiger Riese, lebte weitab im Westen und hielt rotgeflecktes Vieh, das von einem Riesenhirten und dessen Hund bewacht wurde. Herakles erhielt von Helios den goldenen Becher, auf dem er den Okeanos, den Ozean, überquerte, um in das Land des Geryon zu gelangen. Er tötete diesen, den Hirten und den Hund und kehrte mit der Viehherde zu Eurystheos zurück. Die Säülen des Herakles (Straße von Gibraltar) kennzeichnen den westlichsten Schauplatz seiner Abenteuer.
  • Die Äpfel der Hesperiden
Die Hesperiden waren Nymphen im fernen Westen, Töchter des Titanen Atlas. Sie züchteten einen Baum mit goldenen Äpfeln, die Herakles dem König bringen sollte. Herakles tötete Ladon, einen Drachen, der den Baum bewachte, und stahl die Äpfel.
  • Kerberos
Die letzte Aufgabe des Herakles bestand darin, dem König den dreiköpfigen Hund Kerberos zu bringen, der die Tore zur Unterwelt bewachte. Der Held drang in die Unterwelt ein, kämpfte mit Kerberos und zog ihn heraus, um ihn Eurystheos zu zeigen. Dann schickte ihn Herakles in die Unterwelt zurück."
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